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Préstamo (forced contribution)

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Préstamo (forced contribution): Ein spanisches Wort, das strenggenommen mit Darlehn zu übersetzen ist. In Südamerika hat es aber inzwischen auch die unschöne Nebenbedeutung (ugly secondary meaning) einer erzwungenen Spende. Als reich eingeschätzte Nordamerikaner, Asiaten und Europäer werden oft genug in Behörden von Angestellten und selbst in Hospitälern vom Pflegepersonal um ein Préstamo gebeten, ja schon nachdrücklich aufgefordert (asked insistently). Unmittelbar, förmlich wird zwar nur um Leihe von Geld gebeten; und daher fällt es auch den Anti-Korruptionsstellen (anti-corruption authorities which are said to be infiltrated by corrupt elements themselves) schwer, gegen diese Unsitte einzuschreiten. Aber die oft ausdrücklich nur für einige Tage geliehene Summe wird natürlich nie wieder zurückbezahlt; und einer entsprechenden Nachfrage hat man sich tunlich zu enthalten. Nicht wenige Bedienstete verschaffen sich auf diese Weise ein erkleckliches Zubrot. Dies wiederum hält viele Investoren davon ab, sich in Lateinamerika zu engagieren. – Siehe Handgeld, Douceur, Kapplaken, Peep, Schmiergeld, Trinkgeld.


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