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Nuklearoption (nuclear option)

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Nuklearoption (nuclear option): In der Wortwahl eine das Waffenlager der staatlichen Streitmacht vergleichende Bezeichnung für zentralbankliche Aufkäufe allgemein und im besonderen für die Entscheidung der EZB aus dem Jahr 2009, stützend für nicht absetzbare Staatsanleihen von Mitgliedsländern einzutreten. Anleihekäufe gehören nach der herrschenden Meinung in der Geldlehre (prevailing opinion in monetary theory) zu den Waffen einer Zentralbank, die nur im äussersten Notfall eingesetzt werden dürfen, nämlich ausschliesslich dann, wenn der Wirtschaftskreislauf völlig zu zusammenbrechen droht und alle anderen Mittel ausgeschöpft sind. – Mit den Ankauf von in der Regel wertlosen Staatsanleihen aus dem Besitz von Banken wurden viele wackelige Institute (endangered banks) für den 2014 anstehenden Stress-Test durch die bei der EZB angesiedelte europäische Bankenaufsicht gewappnet. Geschah dies mit Vorbedacht, dann sind die Befürchtungen der Kritiker der europäischen Bankenaufsicht berechtigt, die nachdrücklich davor warnten, die neue Aufsichtsbehörde bei der EZB anzusiedeln. – AIG-Deal, Anleihe-Spread, Bail-out, Bank, systemische, Bankenunion, Risikoteilung, ClubMed, Covered Bonds, Defizit-Finanzierungsverbot, Enteignung, kalte, Euro-Anleihen, gemeinsame, Europäische Währungsunion, Grundfehler, EZB-Sündenfall, Griechenland-Krise, Irland-Krise, Liquiditätshilfen für Notfälle, Moral Hazard, Plan C, Politikklammer, Politikverzug, Quantitative Easing, Siebenprozent-Grenze, Staatsschulden-Rückführung, Schuldentilgungspakt, europäischer, Transferunion, Umverteilung, zentralbankbewirkte, Unschärfe, konstruktive, Vertragstreue


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