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Krise, zentralbankbewirkte (crisis caused by central bank activity)

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Krise, zentralbankbewirkte (crisis caused by central bank activity): Die Auffassung, dass die Politik der Zentralbank Ursache (would be the cause of or reason for) einer Krise sein könne. Im besonderen wird dabei die Hochzinspolitik oder Niedrigzinspolitik der Zentralbank genannt. Indessen gibt es keinen einzigen überzeugenden empirischen Befund und daher auch keinen schlagenden Beweis für diese Meinung. – So ist zwar tatsächlich ein durch die Zentralbank veranlasster Nullzins höchst gefährlich; und besonders der EZB wurden daher ab 2012 heftige Vorwürfe gemacht. Aber der Euroraum steckt nicht in Schwierigkeiten, weil die Zinsen nahe Null sind. Vielmehr begegnet die Zentralbank mit ihrer Politik krisenhaften Zuständen (crisis-ridden developments) im Euroraum wie mangelnder Wettbewerbsfähigkeit in einigen Ländern, hoher Staatsverschuldung und angeschlagenen Banken (troubled banks, floundering institutes) bei absehbarer demographischer Belastung (demographic burden in the foreseeable future). Gewiss ist die Besserung in den genannten und anderen Problemfeldern vorab Aufgabe der politischen Entscheidungsträger in Regierungen und Parlamenten. Die Zentralbank muss jedoch durch ihre Massnahmen zumindest unterstützend wirken. Daneben hat sich gezeigt – sehr deutlich bei den auf die Subprime-Krise ab 2007 folgenden und sich weltweit ausbreitenden Verwerfungen auf dem Finanzmarkt, – dass bei Politikverzug (political immobilism: the inaction of policy makers) allein die Zentralbank zu raschem Handeln fähig ist. – Siehe Aufkäufe, zentralbankliche, Blase, spekulative, EZB-Sündenfall, Finanzkrise, Vermeidbarkeit, Geld, billiges, Geldinondation, Geldüberversorgung, Immobilienblase, Lug-und-Trug These, Quantitative Easing, Repression, finanzielle, Tarnkappen-Politik, Zinssenkungs-Politik.


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