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Japanisierung (japanisation)

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Japanisierung (japanisation): Der Grossteil der (hohen) Staatsverschuldung in Japan wird in Form von Papieren von öffentlichen Stellen gehalten. Bei Fälligkeit eines Titels wird dieser zu Niedrigzinsen umgeschuldet (rescheduled, restructured). – Entsprechend bezieht man den Begriff auch auf die EWU. Die hohe Staatsverschuldung etwa Griechenlands wird in eine niedrig verzinsliche, möglichst lang laufende Verbindlichkeit gegenüber dem Europäischen Stabilitätsmechanismus verwandet. Damit wird der griechische Staat von der Notwendigkeit befreit, begebene Staatsanleihen bei Fälligkeit bedienen zu müssen. – Auf diese Weise wird die erdrückende Kreditlast (overwhelming load burden) der EWU-Schuldenländer in eine federleichte, fast unverzinsliche, ewig laufende Verbindlichkeit zu Lasten der Gemeinschaft verwandelt. Gleichzeitig mindert sich so der Druck in den Defizitstaaten (countries with excessive deficit), Einnahmen und Ausgaben ins Gleichgewicht zu bringen und vor allem die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft dem internationalen Standard anzupassen. – Siehe Bail-out, Blame game, Erpressungspotential, Euro-Bonds, Europäische Schuldenagentur, Europäischer Währungsfonds, Eventualschuld, EZB-Bilanz, Finanzstabilität, Goldopfer, Griechenland-Krise, Gruppendruck, Haushaltskonsolidierung, Irland-Krise, Letztsicherungsvorkehrung, Moral Hazard, Neuro, Politikklammer, Politikverzug, Retterei, Risikoträger, endgültiger, Solidarität, finanzielle, Staatsverschuldungs-Druck, Stabilitäts- und Wachstumspakt, Grundfehler, Steuerungsrahmen, Transferunion, Verschuldung-Produktivität-Verkettung, Vermögensabgabe, Vertragstreue, Wachstum-Schulden-Tatsache, geschichtliche, Transfer, verschleierter, Verfassungsartikel eins, Wachstumskräfte-Mobilisierung, Wettbewerbsfähigkeit.


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