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Italienische Methode (lirafinancing)

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Italienische Methode (lirafinancing): In Bezug auf die Staatsverschuldung über die Emission immer neuer Titel die in Italien bis 1981 übliche Praxis, dass die Zentralbank alle Stücke, die zum festgesetzten Preis am Markt nicht unterzubringen waren, ankaufen und in ihr Portfolio nehmen musste. Auf diese Weise wurde die Geldpolitik der Fiskalpolitik unterworfen; die Inflation beschleunigte sich, und die ITL musste mehrmals abgewertet werden. Die realwirtschaftlichen Ursachen der Abwärtsspirale (downward spiral), nämlich zu hohe Staatsausgaben (overspending) und Vernachlässigung zwingend notwendiger Anpassungen (under-reforming) wurden auf solche Weise nicht angegangen. – Siehe Aufkäufe, zentralbankliche, Buyer of last resort, Ein-Stimmen-Prinzip, EZB-Sündenfall, Geldvermehrung, währungsunion-interne, Griechenland-Krise, Gruppendruck, Monetaristen, Rettungspaket, Sitzordnungs-Streit, Südfront, Umverteilung, zentralbankbewirkte, Zinsglättung. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Oktober 2012, S. 27 f. (eine Zentralbank darf keine „quasi-fiskalische Rolle“ einnehmen).


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