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Inflationsoptionen (inflation options)

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Inflationsoptionen (inflation options): Verträge, die eine bestimmte Absicherung für den Fall bieten, dass die Inflationsrate einen bestimmte Höhe überschreitet – also als Deckelung (Cap) – oder unterschreitet – dann als Untergrenze (Floor). Die marktgängigen Verträge (marketable products) sind verhältnismässig unübersichtlich gestaltet. So bestehen Inflationscaps bzw. Inflationsfloors aus einer Reihe aufeinanderfolgender Caplets (= Teilperioden eines Cap) bzw. Floorlets (= zeitliche Teilabschnitte eines Floors). Diese beziehen sich alle auf dieselbe Inflationsrate als den Ausübungspreis der Option. Die Laufzeit ist in der Regel ein Jahr. Damit sind Inflationsoptionen einer Call-Option bzw. Put-Option auf Aktien und einer Zinsoption ähnlich. Der Käufer zahlt dem Verkäufer in der Regel bei Vertragsabschluss eine Prämie (den Optionspreis). Er erhält dafür, wenn die eingetretene Inflationsrate den im Optionsvertrag festgelegten Satz übersteigt, vom vom Verkäufer den Unterschied zwischen der tatsächlichen Inflationsrate innert eines festgelegten Zeitraums (oft ein Jahr; year-on-year-option) und dem Ausübungspreis, multipliziert mit dem Nominalwert der Option. – Siehe Anleihe, indexgebundene, Anleihe, inflationsgeschützte, Bundeswertpapiere, Geldanlage, Geldwert, Inflationskäufer, Inflationsschutz, Kapitalanlage, Kapitalschutz,  Swap, inflationsindexierter, Treppenzins. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom Juli 2013, S, 39 ff. (Inflationsoptionen in ihrer Bedeutung für die Inflationsprognose der Zentralbank; viele Übersichten).


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