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Gulden auch Gülden und Guldein (guilder)

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Gulden auch Gülden und Guldein (guilder):  1    Alte Münze, die vor allem in Deutschland, Österreich und den Niederlanden als Zahlungsmittel diente. Ihr Metall bestand, anders als der Name vermuten lässt, nicht unbedingt aus Gold. – Die Kaufkraft der alten Gulden – und das gilt ebenso für alle anderen Währungseinheiten – kann allein aus dem zu dieser Zeit geltenden ortsüblichen Verdienst eines Taglöhners, in alten Dokumenten auch Diëtarius, Diurnist, Lidl und Diëist genannt, errechnet werden. Sie ist nicht durch „rekurrenten Anschluss“ – also mehr oder minder genaue Umrechnungs-Tabellen – herzuleiten. – Es gehört zu den schwierigsten Aufgaben der Wirtschaftsgeschichte, die Kaufkraft einer in älteren Dokumenten genannten und in Gulden oder anderen Währungseinheiten ausgedrückten Summe festzustellen. Allein zwischen 1600 und 1850 waren im heutigen Deutschland gut dreissig verschiedene Gulden nacheinander und teilweise auch nebeneinander als Zahlungsmittel im Umlauf. Leider ist es eine Tatsache, dass bei Wertangeben oft die gröbsten Fehler auftreten, und dass auch von namhaften Historikern Beträge genannt werden, die völlig falsch sind. – ‚ 2   Die Währungseinheit (NLG) der Niederlande bis zur Einführung des EUR im Jahr 1999. – Siehe Amalfiner, Dareiko, Florentiner, Münze, historische, Münzen-Paradoxon, Numismatik, Stater, Verbittsgeld.


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