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Gleichgewicht, aussenwirtschaftliches (external equilibrium)

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Gleichgewicht, aussenwirtschaftliches (external equilibrium): Ein Zustand, bei dem über zwei, drei Jahre hinweg gesehen ein Land soviel aus Ausfuhren erlöst, wie es an Einfuhren zahlen muss (a situation in which – seen over some years – the money a country brings in from exports is roughly equal to the money it spends on imports). Bei den Eintrittskriterien in die Europäischen Währungsunion wurde einer ausgeglichenen Handelsbilanz zu wenig Beachtung geschenkt; und schon zuvor bei den Maastricht-Kriterien (den vier Konvergenzkriterien nach Art. 140 AEUV) fehlte das aussenwirtschaftliche Gleichgewicht. Viele sehen darin den Hauptgrund dafür, dass die EWU die Mitglieder kaum nachhaltig gestärkt hat. – Indessen gilt es auch die auf die Subprime-Krise folgende Finanzkrise in Betracht zu ziehen. Ohne Mitgliedschaft in der EWU wären einige Länder davon bei weitem stärker betroffen worden. Systemintern (within the system of the EU) ist zudem an die Aufweichung des Stabilitäts- und Wachtumspakts durch Absprache zwischen Deutschland und Frankreich zu erinnern. Hiervon gingen für das Handeln der Mitglieder der EWU nachteilige Signale aus, und der (Luxus)Konsum wurde in der Folge zulasten von Investitionen ausgeweitet. – Siehe Auslandsverschuldung, Friedman-These.


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