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Gestaltungsmacht, zentralbankliche (agendasetting power of central bank)

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Gestaltungsmacht, zentralbankliche (agendasetting power of central bank): Der Vorwurf, dass die Zentralbanken weltweit ab etwa 1970 neben ihrer Aufgabe der Wahrung der Preisstabilität auch immer mehr wirtschaftspolitische Entscheidungsmacht an sich gezogen haben. Diese Vorhaltung wird besonders auch der EZB gemacht. Indessen haben diese Entwicklung zweifellos die Regierungen der Mitgliedsstaaten der Eurozone zu verantworten. Durch jahrzehntelange unverantwortliche Finanzpolitik, durch Reformverweigerung, durch Missachtung des Stabilitäts- und Wachstumspaktes und europafeindlicher Politik im allgemeinen wurde eine Krise heraufbeschworen, die letzten Endes nur noch die EZB in den Griff bekommen konnte. – Siehe Anmassung, zentralbankliche, Finanzkrise, Moral Hazard, Politikverzug, Retterei, Umverteilung, zentralbankbewirkte.


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