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Elisabeth-Frage (Queen Elisabeth’s query)

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Elisabeth-Frage (Queen Elisabeth’s query): Die britische Monarchin Elisabeth II. stellte mit Erstaunen bei der Finanzkrise im Herbst 2008 die Frage, warum keiner der Experten vor allem bei der Zentralbank und in den Ministerien das vorhergesehen habe (but why did nobody foresee this?). – Offensichtlich hat die Finanzkrise die bis anhin nicht gesehenen Unzulänglichkeiten der ökonomischen Modelltheorie blossgelegt. In aussergewöhnlichen Lagen wie krisenhaften Entwicklungen sind die Erwartungen der Wirtschaftssubjekte nachweislich mitnichten rational. Ihre Handlungen werden vielmehr getrieben von der Furcht vor dem Unbekannten und dem Verhalten der anderen. Die Sozialpsychologie, Soziologie und Anthropologie lehrt das seit spätestens 1930; und auch die experimentelle Forschung über die Willensbildung in sozioökonomischen Systemen (behavioural interactions of individuals and groups in socio-economic systems) legte das offen. Diese Erkenntnisse drangen aber nicht auch in die Ökonomik ein. Daher konnten auch die Volkswirte in den Zentralbanken die „operationelle Realität“ (operational reality: the course of actions in the financial market and its motivational structure) des modernen Finanzsystems nicht verstehen und damit auch nicht die Finanzkrise. Bis heute – so wird behauptet – halten die Wirtschaftsfachleute an Modellen fest, welche das tatsächliche Ablaufgeschehen nicht erklären. – Siehe Dominostein-Effekt, Financial Crisis Inquiry Commission, Finanzmarkt, Wachstumsbedeutung, Finanzmarkt-Zusammenbruch, Herdenverhalten, Lehman-Pleite, Modelle, geldpolitische, Murphy’s Gesetz, Schuldenbombe, Systemkonflikt, finanzmarktlicher.


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