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Einlage-Fazilität und (in einem Wort) Einlagefazilität (deposit facility)

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Einlage-Fazilität und (in einem Wort) Einlagefazilität (deposit facility): Ständige Fazilität der EZB, die den Geschäftspartnern die Möglichkeit bietet, Guthaben bis zum nächsten ESZB-Geschäftstag zu einem vorher festgesetzten Zinssatz bei der jeweiligen nationalen Zentralbank anzulegen. – Die Einlage-Fazilität fixiert die Zinsuntergrenze am Tagesgeldmarkt. Denn niemand wird bei einer anderen Stelle Geld zu einem Zinssatz anlegen, der unter dem von der Zentralbank gebotenen Satz liegt. – Erstmals in der jüngeren Zentralbankgeschichte setzte die EZB im Juni 2014 einen Negativzins von 0,1 Prozent bei der Einlage-Fazilität sowie auch für die das Mindestreserve-Soll übersteigenden Einlagen der Banken fest. Zweck der Massnahme soll es sein, die Institute davon abzuhalten, Geld bei der Zentralbank zu parken, anstatt es an Unternehmen und Privathaushalte auszuleihen. Wenn aber die Banken keine Kunden finden, bei denen die vertragsgemässe Bedienung eines Kredits in Aussicht steht, dann werden sie geneigt ein, sich auf anderen Märkten zu engagieren. Das erhöht die Gefahr von Blasen vor allem auf dem heimischen Immobilienmarkt und bei international gehandelten Rohstoffen. – Siehe Geld, geparktes, Leitzins, Mindestreserve-Soll, Negativzins, Transmissionsmechanismus, monetärer, Zinskorridor. – Vgl. den Anhang „Statistik“ des Euro-Währungsgebiets“, Rubrik „Monetäre Statistik“, Unterru-brik „Schlüsselzinssätze der EZB“ im jeweiligen Monatsbericht der EZB wegen des Um-fangs der Geschäfte.


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