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Eigenhandel-Verbot (ban on proprietary dealing by banks)

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Eigenhandel-Verbot (ban on proprietary dealing by banks): Um in grossen Universalbanken die Einlagen der Kunden vor risikoreichen Geschäften abzuschirmen, wurde mehrfach – und Anfang 2014 auch von der EU-Kommission durch Vorlage eines Gesetzentwurfs – gefordert, den Handel mit Finanzprodukten im eigenen Namen und auf eigene Rechnung bei diesen Instituten zu verbieten. Zulässig soll es indessen sein, die Eigenhandelsgeschäfte in eine zu diesem Zweck gegründete, jedoch auf eigenes Risiko handelnde und rechtlich in jeder Hinsicht selbständige Firma auszugliedern. Betroffen von dem Eigenhandel-Verbot wären in der EU rund dreissig Banken und etwa zwölf Institute aus der Schweiz, den USA und aus Japan, die in der EU mit Niederlassungen vertreten sind. – Kritiker der Verbotsgesetzgebung schlagen statt dessen vor, dass die betroffenen Institute durch die Aufsichtsbehörde gezwungen werden sollten, ihre Eigenhandelsgeschäfte täglich zu melden, und zwar genau untergliedert nach einzelnen Arten. Gleichzeitig sollte die Aufsichtsbehörde das Recht erhalten, den Banken Beschränkungen im Eigenhandel aufzuerlegen, wenn Anzeichen dafür zu erkennen sind, dass zu hohe Risiken eingegangen werden. – Siehe Bank, systemische, Finanzmarkt-Interdependenz, Eventualschaden, Finanzstabilität, Grössenvertrauen, Lehman-Pleite, Overkill, regulatorischer, Regulierungswut, Sifi-Oligopol, Straitjacking, Systemrelevanz, Too big to fail-Grundsatz, Überregulierung.


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