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Deflations-Spirale (deflation spiral)

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Deflations-Spirale (deflation spiral): 1… Wenn die Menschen glauben, dass die Preise sinken, dann –  1..stellen sie anstehende Anschaffungen (planned purchases) zurück; denn sie erwarten, bald alles noch billiger kaufen zu können. –  2..Dadurch überfüllen sich die Läger der Hersteller. –  3.. Diese müssen die Produktion drosseln (are forced to cut-back production) und – 4.. Arbeitskräfte freisetzen. Das bewirkt, dass – 5.. aufgrund der jetzt weniger bezahlten Löhne und Gehälter weiter Kaufkraft verlorengeht, folglich – 6.. die Produktion weiter zurückgefahren werden muss und noch mehr Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren. Dazu – 7.. werden sich die Unternehmen angesichts dieser Lage im Einkauf zurückhalten; denn Lagerhaltung wird leicht zur Verlustquelle, wenn die Verkaufspreise stetig fallen und sogar unter die Einkaufspreise und Produktionskosten sinken. – Um diesen Teufelskreis (vicious cycle) erst gar nicht in Gang kommen zu lassen, ist es wichtig, die Erwartungen von Konsumenten und Unternehmen über die künftige Preissteigerungsrate stabil zu halten. – 2… Sinken die Preise, so nimmt – 1.. die reale Last der Schulden in den Unternehmen zu; denn sie erlösen für ihre Güter weniger Geld, müssen aber weiterhin eine gleich bleibende nominale (in money terms) Schuld bedienen. – 2.. Firmen, die einen hohen Anteil an Fremdkapital (borrowed capital) haben, können dadurch rasch in Zahlungsschwierigkeiten kommen. – 3.. Sind auf diese Weise viele Unternehmen betroffen, so sitzen die Banken plötzlich auf hohen Anteilen uneinbringlicher Forderungen. Bankinsolvenzen drohen dann die Krise zu verschlimmern. – Siehe Apfelernte-Schluss, Deflation, schlechte, Deflation, hässliche.


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