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Finanzbegriffe

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  • Nicht-Bank (non-bank financial institution) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Nicht-Bank (non-bank financial institution): Als Begriff des Aufsichtsrechts ein Unternehmen, das weder Bank noch Versicherung ist, trotzdem jedoch den Finanzkreislauf bedeutend mitgestaltet. Hierzu zählen vor allem Hedge-Fonds-Unternehmen, Verbriefungspapiere ausgebende Zweckgesellschaften, auch Verbriefungsvehikel (securitisation vehicle) genannt, Finanzintermediäre und Finanzierungsgesellschaften. – Siehe Schattenbankbereich, Structured Investment Vehicle. – Vgl. Jahresbericht 2012 der BaFin, S. 47 f. (internationale Bemühungen, […]

  • Abwickelbarkeit (resolution regime) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Abwickelbarkeit (resolution regime): Nach 2010 in die Sprache der Aufsichtsbehörden eingegliederter Begriff. Gemeint sind Vorkehrungen für den Fall, dass eine systemische Bank in eine Schieflage gerät. Die Abwicklung soll grundsätzlich so geschehen, dass – Œ 1   Gefahren für die Finanzstabilität abgewendet werden, – 2    Kleinanleger geschützt und – Ž 3   allfällige Verluste nicht vom Staat […]

  • Bank, national systemische auch systemrelevante (domestic systemically important bank, D-SIB und D-Sifi) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

     Bank, national systemische auch systemrelevante (domestic systemically important bank, D-SIB und D-Sifi): Ein Institut, das im Bezug auf einen Staat wegen seiner Grösse und Verflechtung von entscheidender Bedeutung für die Volkswirtschaft angesehen werden muss. Im Oktober 2012 veröffentliche der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht ein aufsichtliches Rahmenwerk für solche Institute. – Siehe Bank, systemische. – Vg. […]

  • Verbraucherinsolvenz (consumer insolvency) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Verbraucherinsolvenz (consumer insolvency): Amtliche Bezeichnung für die Insolvenz eines Privathaushalts. – Siehe Konsumentenkredit. – Vgl. Jahresbericht 2012 der Bafin, S. 32 (Statistik; im Jahr 2012 um die 98’000 Fälle mit offenen Forderungen von  5,4 Mrd Euro) sowie den jeweiligen Jahresbericht der Bafin, Kapital „Wirtschaftliches Umfeld“.

  • Verbraucherbeirat (consumer advisory board) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Verbraucherbeirat (consumer advisory board): Bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht eingerichtetes zwölfköpfiges Gremium, das die Behörde in Fragen des Verbraucher-Beschützung beraten soll. – Siehe Ausschuss-Wahn, Verbraucherbeschwerden, Verbraucherschutzforum. – Vgl. Jahresbericht 2012 der BaFin, S. 17 (Konstitution des Ausschusses).

  • Grosskoz (bighead) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Grosskoz (bighead): Eine Person, die mit ihrem Reichtum prahlt. Das Wort leitet sich ab aus dem jiddischen kotsu = reicher Mann; die Schreibweise „Grosskotz“ mit Anklang an „erbrechen“ ist falsch, wenngleich weit verbreitet. – Siehe Finanzmagnat, Geldhai, Geldraffer, Geldversessenheit, Harpax.

  • Führung, verbale, unfreundlich auch Zentralbankgeschwätz (verbal guidance) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Führung, verbale, unfreundlich auch Zentralbankgeschwätz (verbal guidance): Um 2013 aufgekommene Bezeichnung für die verstärkte Bemühung einer Zentralbank, durch schriftliche Verlautbarungen und gehäufte Reden der Führungskräfte Einfluss auf den Finanzmarkt zu gewinnen, nachdem die Geldpolitik den Zins bei nahe null Prozent gesenkt hat. – Siehe Aufkäufe, zentralbankliche,  Blutzoll,  Codewörter, Diätrendite, Enteignung, kalte, Finanzsodomit, Greenspeak, Marktpräsenz, zentralbankliche, […]

  • Aufkäufe, zentralbankliche (buying-up by central bank) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Aufkäufe, zentralbankliche (buying-up by central bank): Wenn nicht anders definiert, so versteht man darunter Käufe von Papieren auf dem Sekundärmarkt durch eine Zentralbank, die damit auf mittelbaren Wege, hintenherum (indirectly) Staatsfinanzierung betreibt. – So erwarb die EZB im Zuge der Griechenland-Krise ab Sommer 2010 erstmals Staatsanleihen von Mitgliedsländer des Eurogebiets, die sehr stark im Kurs […]

  • Crowdfunding (so auch im Deutschen gesagt; seltener Publikumsfinanzierung) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Crowdfunding (so auch im Deutschen gesagt; seltener Publikumsfinanzierung): Die Beschaffung von Geld zur Finanzierung von Investitionen jeder Art – besonders aber zur Erstellung neuer Produkte und zur Verwirklichung anderer aussergewöhnlicher Markttätigkeiten – bei sehr vielen kleinen Anlegern. Über Plattformen im Internet finden sich Anbieter und Nachfrager zusammen. – Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat am 14. […]

  • Fragmentierung (fragmentation) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Fragmentierung (fragmentation): In Zusammenhang mit der Geldpolitik der EZB die Tatsache, dass der von der Zentralbank für das Währungsgebiet gesamthaft festgesetzte Leitzins keineswegs auch zu demselben Preis für Kredite in allen einzelnen Mitgliedsstaaten führt. Vielmehr liegt derzeit (Frühsommer 2013) der Zins für vergleichbare Darlehn in Italien und Spanien um das Dreifache höher als in Deutschland […]

  • EURO1 on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    EURO1: Wichtiges Zahlungssystem für Grossgeldbeträge, das von der Euro Banking Association (EBA: ein Verband von über 170 europäischen Instituten) betrieben wird. Kunden von EURO1 sind europäische Banken. Im Frühjahr 2013 verarbeitete EURO1 täglich um die 230’000 Zahlungen mit einem Gesamtwert von über 245 Milliarden Euro. Die Tagesabschlusspositionen der EURO1-Teilnehmer werden in Zentralbankgeld über TARGET abgewickelt. […]

  • Enteignung, kalte (silent expropriation) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Enteignung, kalte (silent expropriation):   1  Allgemein der (Teil)Verlust eines Vermögensgegenstandes nicht durch Preisänderungen auf dem Markt, sondern durch Eingriffe des Staates, und hier wiederum in erster Linie durch sehr hohe Besteuerung (confiscatory taxation) auf den betreffenden Vermögenswert. – ‚  2  Im besonderen auch gesagt in Bezug auf die Politik der EZB im Zuge der […]

  • Shitstorm (so auch im Deutschen gesagt; shit = hier: Kot, Mist; nicht: Rauschgift wie vor allem Cannabis und Heroin) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Shitstorm (so auch im Deutschen gesagt; shit = hier: Kot, Mist; nicht: Rauschgift wie vor allem Cannabis und Heroin): Um 2009 vor allem in Zusammenhang mit der Finanzkrise aufgekommene Bezeichnung für eine – 1  Œ unvermittelte, – 2    lang anhaltende, –   3Ž über soziale Netzwerke, Blogs und Tweets verbreitete –    4 Welle der […]

  • Verschuldungsdeckel (loan-to-income cap; debt-to-income cap) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Verschuldungsdeckel (loan-to-income cap; debt-to-income cap): Bei den Ausleihungen einer Bank –  1   der Betrag des gewährten Darlehn bezogen auf das verfügbare Einkommen des Schuldners oder – ‚ 2  die gesamthafte Verschuldung eines Kunden bezogen auf dessen verfügbares Einkommen. – Siehe Beleihungsobergrenze, Leverage Ratio, Verschuldungsgrenze. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom April 2013, S. […]

  • Beleihungsobergrenze (loan-to-value cap, LTV) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Beleihungsobergrenze (loan-to-value cap, LTV): Die Höhe eines Darlehns bezogen auf den Beleihungswert des Beleihungsobjektes. – Siehe Beleihungsverhältnis, Beleihungswert, Beleihungswertermittlungsverordnung, Deckungsprüfung, Verschuldungsobergrenze. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom April 2013, S. 53 (Definition; Beurteilung; Literaturhinweise).

  • Rogoff-Studie (Rogoff paper) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Rogoff-Studie (Rogoff paper): Im Jahr 2010 veröffentlichten die beiden Starökonomen Carmen Reinhart und Kenneth Rogoff – dieser war Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds – eine empirische Untersuchung über den Zusammenhang zwischen Staatsverschuldung und Wirtschaftswachstum in zwanzig Industrieländern nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass das Wachstum in Ländern mit Verschuldung von mehr als […]

  • Beherbergungsdienstleistungen (accomodation services) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Beherbergungsdienstleistungen (accomodation services): Die bezahlte Nutzung von Ressourcen in Zusammenhang mit der Unterbringung in Hotels, Motels, Gästehäusern, Ferienwohnungen und anderen gewerblich betriebenen Unterkünften, einschliesslich der Inanspruchnahme entsprechender Angebote von Bauerhöfen, Sportstätten, Reitvereinen und ähnlichen Einrichtungen. Die Nachfrage auf diesem Markt ist nicht nur saisonal schwankend (seasonally fluctuating), sondern auch konjunkturabhängig (cyclically sensitive). Sie wird daher  […]

  • Troika (troika) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Troika (troika): In Bezug auf das Eurogebiet ein Ausschuss von Vertretern der Europäischen Kommission, der EZB und des IWF mit der Aufgabe, – 1  Œ hoch verschuldete Mitglieder der EWU zu begutachten und –  2  Massnahmen zu beschliessen, um bei den Wackelkandidaten (wavering candidates) eine geordnete öffentliche Finanzwirtschaft wieder auf den Weg zu bringen. […]

  • Retter-Hass (hate for the rescuer) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Retter-Hass (hate for the rescuer): Um 2012 aufgekommene Bezeichnung für die Tatsache, dass hilfsbedürftige Mitglieder der Eurozone die Schuld für eine krisenhafte Entwicklung im eigenen Land auf andere schieben (blame game), vor allem auf Deutschland. Von Deutschland sind bis Ende 2012 gut 90 Milliarden Euro für die in Not geratenen Mitglieder Griechenland, Irland, Portugal, Spanien […]

  • Schuldenüberhang (debt overhang) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Schuldenüberhang (debt overhang):  Im engeren Sinne die Auslandsverschuldung eines Staates. – ‚ Im weiteren Sinne die Staatsverschuldung gesamthaft. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom März 2013, S. 93 (Anmerkung 3).

  • Stückgewinn (per-unit profit) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Stückgewinn (per-unit profit): Der Gewinn pro verkaufter Einheit und damit die Spanne zwischen Erlös und Kosten, bezogen auf eine Einheit des abgesetzten Gutes. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom März 2013, S. 63 f. (Bedeutung der Stückgewinne in Zusammenhang mit der Preisentwicklung; Übersichten).

  • Kapitalplanung (capital planning) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Kapitalplanung (capital planning): Die vorausschauende Ermittlung des Bedarfs an Eigenmittel eines Unternehmens und eines Instituts im besonderen. Aufsichtsrechtlich bestehen fest umrissene Anforderungen an eine mehrjährigen Kapitalplanung bei Banken. – Siehe Kapitalerhaltungspuffer. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom März 2013, S. 42 f. (Darlegung der Erfordernisse mehrjähriger Kapitalplanung aufgrund von Basel-II).

  • Plangewinn (planned profit, budgeted profit) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Plangewinn (planned profit, budgeted profit): Bei einem Institut der vorausberechnete Überschuss der Erträge über dem Aufwand, bezogen auf einen bestimmten Zeitabschnitt, und wenn nicht anders angegeben auf ein Geschäftsjahr. – Siehe Gewinn. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom März 2013, S. 42 (Plangewinn in der Risikoberechnung).

  • Risikoinventur (risk inventory) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Risikoinventur (risk inventory): In Bezug auf Institute die umfassende, vollständige Bestandsaufnahme der Risiken, denen eine Bank ausgesetzt ist. In der Regel wird darin einbezogen das Adressenausfall-Risiko, sämtliche Marktpreisrisiken einschliesslich der Zinsänderungsrisiken, unternehmensspezifische Risiken sowie eine allfällige Risikokonzentration. – Siehe Risiko, Risikomanagement. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom März 2013, S. 35 f. (Grundsätzliches zur […]

  • Schattenstaat (shadow state) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Schattenstaat (shadow state): Um 2012 aufgekommene Bezeichnung für die Eurozone. Ausgedrückt ist damit, dass man hinter dem Rücken der Bürger der beteiligten Staaten ein Gebilde schuf, in dem vor allem der EZB eine weithin andere Aufgabe zukommt als in den Verträgen festgelegt nämlich die Preisstabilität zu gewährleisten, und diese nun zum Bankenregulierer, Krisenmanager und Kreditgeber […]

  • Bonus-Deckelung (bonus cap) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Bonus-Deckelung (bonus cap): Oberbegriff für alle Massnahmen mit dem Ziel, als nicht gerechtfertigt empfundene Bonuszahlungen bei Banken zu begrenzen. Ungläubiges Kopfschütteln (wondering had-shaking) löste der Beschluss der Europäischen Union vom Frühjahr 2013 aus, wonach die Boni höchstens das Doppelte des Grundgehalts (basic salary) betragen dürfen. Denn wenn die Institute aufgrund der neuen Vorschriften die Boni […]

  • Abmachung (regulation) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Abmachung (regulation): In älteren Dokumenten auch in der Bedeutung: Ausgleich einer Verbindlichkeit allgemein und einer Rechnung im besonderen. – Siehe Begleichung, Bezahlung, Glattstellung, Kompensation, Liberierung, Pagament, Posttag, Realisierung, Zahlung.

  • Europäische Währungsunion, Grundfehler (EMU constructional fault) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Europäische Währungsunion, Grundfehler (EMU constructional fault): Der entscheidende Konstruktionsfehler der EWU wird darin gesehen, dass Mitgliedsstaaten ihr Haushaltsdefizit anderen Mitgliedern hintenherum, verdeckt und unauffällig aufbürden können. Das geschieht auf folgendem Weg. – Œ  1  Mitglieder, die sich höhere Ausgaben leisten, als sie durch Steuern einnehmen, begeben für den Fehlbetrag Staatsanleihen. –  Einen Gutteil dieser Papiere […]

  • Préstamo (forced contribution) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Préstamo (forced contribution): Ein spanisches Wort, das strenggenommen mit Darlehn zu übersetzen ist. In Südamerika hat es aber inzwischen auch die unschöne Nebenbedeutung (ugly secondary meaning) einer erzwungenen Spende. Als reich eingeschätzte Nordamerikaner, Asiaten und Europäer werden oft genug in Behörden von Angestellten und selbst in Hospitälern vom Pflegepersonal um ein Préstamo gebeten, ja schon […]

  • Kostgeschäft (repurchase transaction) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Kostgeschäft (repurchase transaction): Wenn nicht anders definiert, in der älteren Literatur die Hereinnahme von festverzinslichen Wertpapieren zu festem Preis am Börsenultimo – am letzten Tag eines Monats, an dem Börsenhandel betrieben wird – gegen Rückgabe zu demselben Preis samt einem Zinssaufschlag am nächsten Börsenultimo. Die Papiere werden in Kost, in Pension genommen und bringen dem […]

  • Kulanz (accomodation arrangement, gesture of goodwill, obligingness) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

     Kulanz (accomodation arrangement, gesture of goodwill, obligingness): Zwischen Vertragspartnern auf dem Finanzmarkt ein Entgegenkommen nach Vertragsabschluss (arrangement on a good-will-basis after conclusion of the contract) und damit ein Verzicht auf eine juristische Auseinandersetzung. – Zum Problem wurden seit etwa 1970 Fragen der Kulanz im Verhältnis zwischen Bank und Kunde. Denn ständig fordern hier Verbraucherverbände (consumer […]

  • Rabbi Trust und Grantor Trust (so auch im Deutschen gesagt, seltener Gehalts-Treuhandfonds) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Rabbi Trust und Grantor Trust (so auch im Deutschen gesagt seltener Gehalts-Treuhandfonds): Ein Trust (hier: Rechtsinstitut, bei dem Vermögenswerte für einen bestimmten Zweck abgesondert und der gebundenen [= gesetzesabhängigen, gesetzesakzessorischen] Verwaltung eines Treuhänders unterstellt werden), in den ein Arbeitgeber einen bestimmten Anteil des Salärs eines Angestellten einzahlt. Zu einem vertraglich festgelegten späteren Zeitpunkt kann der […]

  • Makkaroni-Abwehr (macaroni defense) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Makkaroni-Abwehr (macaroni defense): Ein Unternehmen begibt Anleihen mit der Klausel, dass in Falle einer Übernahme des Emittenten diese zu sehr hohem Preis getilgt werden müssen. Die Bezeichnung knüpft an Röhrennudeln an, die sich beim Kochen in Wasser um ein Mehrfaches vergrössern (a tactic that a company may employ to prevent a takeover by issuing bonds which […]

  • Kristallisation (crystallisation, crystallising) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

     Kristallisation (crystallisation, crystallising): Ein Vermögensgegenstand wird verkauft, aber zeitig – oft gleichentags – wieder zurückgekauft. Eine solche Transaktion geschieht aus bilanzpolitischen und oft auch aus steuerpolitischen Erwägungen (a routine method used to change book values without changing beneficial ownership. An example of this occurs when a company needs to take a capital loss for a […]

  • Pairoff und Pair-off sowie Pair off (so auch im Deutschen gesagt; seltener Begebung-Rückkauf-Manöver) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Pairoff und Pair-off sowie Pair off (so auch im Deutschen gesagt; seltener Begebung-Rückkauf-Manöver): In Bezug auf Wertpapiere eine Emission, die in der Regel eine einzige Adresse übernimmt. Nächstentags oder gar noch am gleichen Tag kauft der Emittent die Titel wieder zurück. Der Zweck der Transaktion besteht neben anderen Gründen darin, zu einem Bilanzstichtag höhere Schulden […]

  • Ausreisser (outlier) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Ausreisser (outlier): Wenn nicht anders definiert, in den Statistiken auch der Zentralbank und der Aufsichtsbehörden ein Befund bzw. Wert, der ausserhalb dessen liegt, was in einer Abfolge als normal anzunehmen ist (an abnormal or non-representative item within a data set). Eine solche Auffälligkeit erheischt in jedem Falle eine einleuchtende Erklärung: es muss ermittelt werden, wie […]

  • Schumpeter-Theorem (Schumpeter theorem) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Schumpeter-Theorem (Schumpeter theorem): In einem demokratischen Parteienstaat ist es nicht möglich, auf Dauer eine Haushaltsreserve anzulegen, weil die Begehrlichkeiten der verschiedenen Interessentengruppen (lobbyists: groups that influence the public opinion, parliaments and government on behalf of special interests) zu stark sind. Dem österreichischen Nationalökonomen Joseph A. Schumpeter (1883-1950) wird die Aussage zugeschrieben: eher legt ein Hund […]

  • Defaveur (disfavour) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Defaveur (disfavour): In älteren Dokumenten ein aus der Sicht des Verkäufers viel zu niedrig erzielter Preis. – Siehe Marktrisiko, Preisrisiko, Verlust.

  • Verfall und Zwangsausschluss (lapse) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Verfall und Zwangsausschluss (lapse): Bei einer Lebensversicherung der nach den Geschäftsbedingungen automatisch erlöschende Anspruch aus dem Vertrag, wenn die Vertragsinhaber mit der Prämie in Rückstand bleibt (the termination of an insurance policy because of the owner of the policy failing to pay the premium within the grace period [commonly within 30 days after the last regular […]

  • Behauptungs-Strategie (maintaining strategy, hold mission) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

     Behauptungs-Strategie (maintaining strategy, hold mission): Bei einem Institut – und bei einem Unternehmen überhaupt – eine Geschäftspolitik, die auf Erhaltung der erreichten Marktstellung ausgerichtet ist (business policy that attempts to keep the attained market share and competitive position). Der Eintritt in neue Geschäftsfelder oder die Erhöhung der Umsätze durch zusätzliche Filialgründungen ist nicht vorgesehen. Vor […]