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Finanzbegriffe

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  • Spielkartensteuer (impost on playing cards) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Spielkartensteuer (impost on playing cards): Eine in vielen deutschen Territorialstaaten geltende und später auch vom Reich übernommene Abgabe auf die Herstellung von Spielkarten. Der Gebrauch von nicht mit einem obrigkeitlichen Stempel versehenen Spielkarten unterlag teilweise harschen Strafen. In zeitgenössischen Verfügungen wird darüber hinaus jedem eine Belohnung („mit Verschweigung seines Namens“, wie es in der hessen-darmstädtischen […]

  • Aufkommen (amount, revenue) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Aufkommen (amount, revenue): Allgemein jeder Geldzufluss, und im besonderen der Ertrag – Œ 1   aus einer Investition und –  2   einer Steuerquelle. – Siehe Mittelaufkommen.

  • Garnsammel-Vorschuss (advance to yarn collectors) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Garnsammel-Vorschuss (advance to yarn collectors): In älteren Dokumenten eine Zahlung an Garnsammler, die auftrags von Kaufleuten in den Städten Gespinste (woven fabrics) bei den – am häuslichen Spinnrad (spinning wheel) hauptsächlich im Nebenerwerb arbeitenden – dörflichen Erzeugern von Garn aus Fasern wie Tierwolle, Haar, Nessel, Flachs und Hanf ankauften. – Der Garnhandel war in vielen […]

  • Schuldschein-Beurkundungsgeld (payment for the authentication of certificates of debt) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Schuldschein-Beurkundungsgeld (payment for the authentication of certificates of debt): In deutschen Territorialstaaten früher vorgeschriebene Zahlung in Zusammenhang mit der amtlichen Bestätigung von Schuldscheinen, wenn der Geldgeber Jude und der Schuldner Christ war. Einzelheiten der Beurkundung waren in Verordnungen festgelegt; so musste vor allem der Schuldschein in deutscher Sprache ausgestellt sein. – Siehe Schutzgeld, Synagogengeld, Toleranzgeld.

  • Synagogengeld (impost on synagogues) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Synagogengeld (impost on synagogues): In einigen deutschen Territorialstaaten früher den Bürgern mosaischen Glaubens (persons of mosaic religion) auferlegte Zahlung – Œ 1   für die Genehmigung zum Neubau einer Synagoge oder/und – 2    für die laufende Nutzung ihres Gotteshauses. – Siehe Schutzgeld, Toleranzgeld.

  • Laternengeld (payment for lantern lighting) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Laternengeld (payment for lantern lighting): Früher vor allem von den Bewohnern der Residenzstädte (residence cities)) in Deutschland eingeforderte Zahlung für die nächtliche, in der Regel zwischen September und April währende Beleuchtung der Stadt. Mit dem Ertrag der Abgabe wurden die Lampenfüller (oil refiller) und Laternenknechte (lantern servants: Männer, deren Aufgabe im Einhängen und Anzünden der […]

  • Mergelgeld (marl payment) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Mergelgeld (marl payment):  1   Zahlung landwirtschaftlicher Betriebe an den in der Regel landesherrlichen Eigentümer (sovereign possessor) einer Mergelgrube (marl pit). Mergel war in früherer Zeit in vielen Gebieten ein zur Bodenverbesserung gern eingesetzter Stoff, der sowohl Kalk als auch andere Minerale enthält. – ‚ 2   In alten Frachtrechnungen (freight [cargo] invoices) auch der Fuhrlohn […]

  • Tanzkonzessionsgeld (payment for the permission of dance entertainment) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Tanzkonzessionsgeld (payment for the permission of dance entertainment): In deutschen Territorialstaaten früher von Gastwirten zu zahlende Gebühr für die Erlaubnis, dass Tanzvergnügen in ihren Räumen stattfinden. In der Regel war die Höhe der Zahlung abhängig von der Anzahl der Tänzer. Die Wirte legten die ihnen als Zahlungspflichtigen auferlegte Summe zumeist auf die Tänzer um, wenn […]

  • Lumpensammlergeld (payment for authorising to collect used clothing and textiles, concession levy on ragmen) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Lumpensammlergeld (payment for authorising to collect used clothing and textiles, concession levy on ragmen): Von Papiermühlen (paper mills) zum Sammeln von Lumpen angestellte Personen bedurften in einigen deutschen Territorialstaaten eines Erlaubnisscheins mit Namen des Lumpensammlers und Angabe der Papiermühle sowie Beschreibung der Gegend, in welcher dieser tätig ist. Für diesen Pass war – in der […]

  • Mäusefanggeld (payment for catching mice) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Mäusefanggeld (payment for catching mice): In einigen Dörfern bis ins 20. Jht. bezahlte Prämie für jede getötete Maus bzw. auch Ratte. In der Regel war der Schwanz des erlegten Tieres der von der Gemeinde beauftragten Person vorzulegen. Es wurde dann der Betrag bar ausbezahlt oder – wie zumeist beim Rabenfanggeld – eine zur Einlösung bei […]

  • Rabenfanggeld (payment for catching ravens) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Rabenfanggeld (payment for catching ravens): Durch landesherrliche Verordnung früher bezahlte Summe für das Töten eines Rabens bzw. auch einer Dohle (daw) oder Krähe (crow). Der Kopf des erlegten Tieres war bei der Ortsbehörde – in der Regel beim Bürgermeister oder beim Amtmann als dem von der Landesbehörde eingesetzten Verwalter – gegen Empfangsschein abzugeben. Der Schein […]

  • Sexschwarzgeld (sex black money, illicit earnings from prostitution) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Sexschwarzgeld (sex black money, illicit earnings from prostitution): Beträge, die für sexuelle Dienstleistungen ausserhalb des finanzamtlich erfassten Gewerbes ausgegeben werden (money spent in prostitution circles not filed by tax authorities) und die sich daher der statistischen Datenerhebung entziehen. Anbieter sind hier Einzelpersonen beiderlei Geschlechts, die entsprechende Dienste im Privathaushalt andienen. Über die Höhe dieser Umsätze […]

  • Vokationsgeld (vocation allowance) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Vokationsgeld (vocation allowance): Die kirchenrechtlich verbotene, dennoch aber in Deutschland in früherer Zeit weithin gebräuchliche Zahlung an die Mitglieder eines Gremiums, das für die Besetzung einer freigewordenen Stelle im Pfarramt zuständig war. – In einer rechtlichen Grauzone (legal limbo) bewegte sich die sog. Vokation unter der Schürze. Hier musste sich der Bewerber verpflichten, die Witwe […]

  • Fortbildung (further vocational training) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Fortbildung (further vocational training): Weil – wie wohl kaum ein anderer Wirtschaftszweig – die Finanzbranche – Œ 1   ständig Neues hervorbringt, –  2   daher gesetzliche Vorschriften international, EU-weit und national entsprechend neu eingeführt werden und – Ž 3   im Zuge dessen auch die Anforderungen der Aufsichtsbehörden an das Geschäft steigen, ist das berufliche Wissen der […]

  • Komitee für Regulierung und Internationales (committee on regulation and international issues) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Komitee für Regulierung und Internationales (committee on regulation and international issues): Innert der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht tätiger, abteilungsübergreifender Ausschuss mit dem Ziel, für die Vertretung wichtiger deutscher Standpunkte in internationalen Gremien gemeinsame Leitlinien herauszuarbeiten. – Vgl. Jahresbericht 2012 der BaFin, S. 237 f. (Vorstellung des Ausschusses; Aufgabenbeschreibung).

  • Allfinanz-Risikokomitee (all-finance risk committee, bancassurance risk committee) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Allfinanz-Risikokomitee (all-finance risk committee, bancassurance risk committee): zu Jahresbeginn 2013 von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht eingerichteter Ausschuss  mit dem Zweck, Risiken aufzuspüren und zu bewerten, die den Finanzsektor gesamthaft betreffen. – Siehe Risikokomitee, Risikokontrolle. –Vgl. Jahresbericht 2012 der BaFin, S. 237 (Vorstellung des neuen Gremiums; Aufgabenbeschreibung).

  • Ombudsleute (ombudspersons) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Ombudsleute (ombudspersons): In Bezug auf den Finanzmarkt dort tätige Personen, die bei Streitigkeiten zwischen Unternehmen und Verbrauchern schlichtend wirken. Eine Richtlinie der EU (alternative dispute resolution, ADR) gibt einheitliche Mindestanforderungen an die Tätigkeit der Ombudsleute vor. – Siehe Gütestelle, Gatekeeper, Schiedsverfahren. – Vgl. Jahresbericht 2012 der BaFin, S. 229 (BaFin ruft Vertreter von 15 Ombudsleuten […]

  • Münze, historische (historical coin) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Münze, historische (historical coin): Ein Geldstück, das in früherer Zeit der Zahlung diente, seit langem aber nicht mehr verwendet wird. – Es zählt zu den schwierigsten Aufgaben der Finanzgeschichte, den Wert entsprechender Zahlungsmittel festzustellen. Denn –  1   Œ es waren nacheinander und teilweise auch noch nebeneinander verschiedenwertige Münzen gleichen Namens im Umlauf, wie etwa der […]

  • Wassermaut und Naulum (user fee on navigable rivers and canals) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Wassermaut und Naulum (user fee on navigable rivers and canals): In älteren Dokumenten die für die Nutzung von Binnengewässern von Schiffen zu entrichtende Abgabe. Der Ertrag der Maut floss in der Regel einem Fonds zu, aus dem die notwendigen Arbeiten zur Instandhaltung der Uferbefestigungen und Treidelpfade gespeist wurde. – Siehe Bugsiergeld, Fährgeld, Furtgeld, Gussgeld, Halage, […]

  • Tina (there is no alternative) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Tina (there is no alternative): Im Zuge der Rettungspakte um 2012 in die Finanzsprache eingedrungenes Kunstwort, und jedesmal spöttisch gemeint. – Siehe Bailout, Hypo Real Estate-Rettung, Notausstieg, Plan C, Retterei.

  • Quantum (share) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Quantum (share): In älteren Dokumenten der Geldbetrag oder der Vermögenswert, der bei einem gemeinsamen geschäftlichen Vorhaben von jedem Beteiligten einzubringen ist. – Siehe Aktie, Einschuss.

  • Organismus (undertaking) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Organismus (undertaking): In der Sprache der Finanzwelt eine rechtlich oder betriebswirtschaftlich (etwa durch einen getrennten Rechnungskreis) verselbständigte Einheit – auch Vehikel (vehicle) genannt), – in welcher eingesammeltes (pooled) Vermögen verwaltet wird. – Siehe Entität, Investmentvermögen, Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren.

  • Verordnung über die europäische Marktinfrastruktur (European market infrastructure regulation, EMIR) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Verordnung über die europäische Marktinfrastruktur (European market infrastructure regulation, EMIR): Von der EU vorgegebener Rahmen, der im August 2012 in Kraft trat. Das deutsche EMIR-Ausführungsgesetzt erlangte am 16. Februar 2013 Rechtskraft. Es passt deutsche Rechtsgrundlagen wie das KWG, das WHG und andere Vorschriften an die EU-Vorordnung an. – Siehe Over-The-Counter-Derivat, Over-The-Counter-Option. – Vgl. Jahresbericht 2012 […]

  • Kapitalanlagegesetzbuch, KAGB (German capital investments act) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Kapitalanlagegesetzbuch, KAGB (German capital investments act): Rechtlicher Rahmen für deutsche Investmentvermögen sowie den Vertrieb von Anteilen an in- und ausländischen Investmentvermögen. – Vgl. Jahresbericht 2012 der BaFin, S. 169 f. (Vorstellung des neuen Gesetzes) sowie den jeweiligen Jahresbericht der BaFin, Kapitel „Aufsicht über den Wertpapierhandel und das Investmentgeschäft“,

  • E-Geld-Agent und E-Geld-Vertriebshelfer (e-money agent) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    E-Geld-Agent und E-Geld-Vertriebshelfer (e-money agent): Firmen, die im Namen von – überwiegend ausländischen – E-Geld-Instituten und Kreditinstituten geschäftsmässig E-Geld vertreiben und/oder zurücktauschen. Diese Tätigkeit unterliegt nach § 1a, Abs. 6 ZAG der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. – Vgl. Jahresbericht 2012 der BaFin, S. 162 (nahezu alle Prüfungen der BaFin bei den Agenten deckten […]

  • Informationsblätter für Finanzinstrumente (information sheets with regard to financial instruments) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Informationsblätter für Finanzinstrumente (information sheets with regard to financial instruments): Die 2011 eingeführte Pflicht eines Instituts, Privatkunden vor dem Geschäftsabschluss ein kurzes, leicht verständliches Dokument mit umfassender Beschreibung des Produktes auszuhändigen. – Siehe Anleger-Informationen, wesentliche, Aufklärungspflicht, Bankkunden-Profil, Derivate-Informationspflicht, Derivate-Kodex, Editionsgebot, Handelssystem, multilaterales, Informationspflicht, Informationsüberladung, Investmentfirma, Odd Lot, Prospekt-Rechtssetzung der EU,  Überregulierung, Umstände, bewertungswichtige. – Vgl. […]

  • Treibhausgas-Emissionshandel (greenhouse-gas emissions trading) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Treibhausgas-Emissionshandel (greenhouse-gas emissions trading): Durch das Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz, TEHG vom 21. Juli 2011 wurde der Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen zu einem erlaubnisgebundenen Geschäft gemacht. Die Erlaubnis erteilt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. – Siehe Kohlendioxid-Inflation. – Vgl. Jahresbericht 2012 der BaFin, S. 134 (Rechtsgrundlage; Anforderungen an die Erlaubnis).

  • Retterei (unlicensed rescue, rescue without authorisation) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Retterei (unlicensed rescue, rescue without authorisation): In Bezug auf die geldpolitischen Outright-Geschäfte der EZB – dem OMT-Programm – bei der Anhörung vor dem Bundesverfassungsgericht (German Federal Constitutional Court) im Juni 2013 geprägter Ausdruck.– Siehe Anmassung, zentralbankliche, Aufkäufe, zentralbankliche, Bailout, Europäische Währungsunion, Grundfehler, EZB-Sicherheiten, EZB-Sündenfall, Repression, finanzielle, Rettungseuropäer, Rettungsroutine, Risikoträger, endgültiger, Schattenstaat, Sicherheitsabschlag, Überregierung, Umverteilung, zentralbankbewirkte, […]

  • Jackson Hole-Konsens (Jackson Hole consensus) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Jackson Hole-Konsens (Jackson Hole consensus): Benannt nach dem jährlichen Treffen von Zentralbankern der USA in Jackson Hole im Bundesstaat Wyoming, versteht man darunter –  1   in engerer Bedeutung die Meinung, dass eine Zentralbank allfällige spekulative Blasen nicht verhindern kann. Ihr obliegt es lediglich, die Schäden nach Platzen der Blase (bursting of the bubble) so […]

  • Crisis Management Groups, CMGs (so auch im Deutschen; seltener Krisenmanagementgruppen) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Crisis Management Groups, CMGs (so auch im Deutschen; seltener Krisenmanagementgruppen): Auf Anregung des Finanzstabilitätsrats für jedes Land einzurichtendes Gremium aus Aufsichtsbehörden, Zentralbank und Finanzministerium. Hauptaufgabe einer CMG ist es, einen Sanierungs- und Abwicklungsplan (recovery and resolution plan) für systemische Banken zu verabschieden. Weiterhin sollten Abwicklungspläne hinsichtlich ihrer Ausgestaltung und Abwickelbarkeit geprüft und beurteilt werden (resolvability […]

  • Bisextarif (gender specific tariff) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Bisextarif (gender specific tariff): Bei einer Versicherung die Berechnung der Prämie in Abhängigkeit vom Geschlecht des Versicherungsnehmers. Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg hat im März 2011 entscheiden, dass die Berücksichtigung des Geschlechts als Risikofaktor eine unzulässige Diskriminierung darstelle. Entsprechend sind für weibliche und männliche Versicherte die gleichen Tarife zugrunde zu legen. – Siehe Unisextarif. – […]

  • Inflationskäufer (inflation hedger) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

     Inflationskäufer (inflation hedger): Bei einem inflationsindexierten  Swap derjenige Vertragspartner, der sich gegen eine Inflation absichern möchte. Entsprechend spricht man von einem Inflationsverkäufer bei demjenigen, der bei Fälligkeit die Entwicklung des Inflationsindexes zahlt.

  • Vertragstreue (sanctity of contracts) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Vertragstreue (sanctity of contracts):  1    Allgemein die gewissenhafte Erfüllung vertraglicher Abmachungen. – ‚  2   In Bezug auf die EU und vor allem auf die EWU die Beachtung und Einhaltung der beschlossenen Vereinbarungen im EU-Vertrag, und in Bezug auf die EWU der Regelungen, wie diese auf der Konferenz der Staats- und Regierungschefs der EG am […]

  • Begünstigungsvertrag (beneficiary arrangement) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Begünstigungsvertrag (beneficiary arrangement):   1   Auf dem Finanzmarkt allgemein die rechtliche Besserstellung eines Kunden im Vergleich zu anderen. – ‚ 2   Im besonderen bei Versicherungen die Besserstellung eines Versicherungsnehmers, etwa dadurch, dass diesem ein tägliches Kündigungsrecht eingeräumt wird, oder dass die Versicherungsgesellschaft auf den ersten Jahresbeitrag verzichtet. Solche Abmachungen sind in Deutschland aufsichtlich untersagt. – […]

  • Anlage-Produkt, verpacktes (packaged retail investment product, PRIP) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Anlage-Produkt, verpacktes (packaged retail investment product, PRIP): Ein Anbieter kombiniert, bündelt verschiedene Vermögenswerte und fasst diese zu einem einzigen Angebot für den Kunden zusammen. Dabei kann es sich um Wertpapiere, Versicherungen oder andere Finanzprodukte handeln. Die EU-Kommission 2012 hat für die Aufsicht über solche Angebote einen Verordnungsentwurf vorgelegt. Nach der jetzt schon gültigen Versicherungsvermittler-Richtlinie (insurance […]

  • Versicherungs-Information (insurance informations) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Versicherungs-Informationen (insurance informations): Wer lediglich Informationen bezüglich des Versicherungsmarktes bereitstellt, der gilt nicht als Versicherungsvermittler und ist daher bis anhin auch noch nicht in die Versicherungsvermittler-Richtlinie (insurance mediation directive) der EU einbezogen. – Strittig ist, inwiefern Internet-Portale, die Versicherungsprodukte miteinander vergleichen und oft auch Ranglisten erstellen, unter die Aufsicht fallen. Tatsache ist indessen, dass solche […]

  • Funktion (function) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Funktion (function): Dieses vieldeutiges Wort bezeichnet als Fachbegriff im Aufsichtsrecht auch eine Dienststelle (administrative capacity), welcher (Risiko-)Überwachungsaufgaben im Unternehmen (governance: strategic and operational risk management across the business organisation) übertragen sind. Eine Funktion in diesem Sinne fällt aber nicht notwendig auch mit einer eigenen Organisationseinheit in einem Institut oder einer Versicherung zusammen, obschon das vielfach […]

  • Qick Fix (so auch im Deutschen gesagt) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Qick Fix (so auch im Deutschen gesagt): Wenn nicht anders definiert, die Änderungsrichtlinie der EU-Kommission zur Einführung von Solvency-II. Ursprünglich sollte Solvency-II zum 1. November 2012 in Kraft treten. Quick Fix hatte den Termin für die nationale Umsetzung der Richtlinie auf den 30, Juni 2013 und den Anwendungsbeginn auf den 1. Januar 2014 verschoben. Wegen […]

  • Geldmarktfonds mit konstantem Nettoinventarwert (money market fund with constant net asset value, MMF-CNAV) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Geldmarktfonds mit konstantem Nettoinventarwert (money market fund with constant net asset value, MMF-CNAV): Sondervermögen einer Kapitalanlagegesellschaft, dessen Anteilswert immer bei 100 Prozent liegt. Denn die Vermögenswerte des Fonds und damit der Anteilswert wird nicht zu aktuellen Marktpreisen bewertet. Vielmehr geschieht die Bewertung anhand fortgeschriebener Anschaffungskosten (amortised cost accounting). Aufgrund dessen spiegeln solche Fonds weder die […]

  • Zweitausweis (second identification card) on by , [Finanzbegriffe] Hatena Bookmark

    Zweitausweis (second identification card): Der Besitz einer Kennkarte oder eines Reisepasses unter anderem Namen (under a false name). Solche gefälschte Dokumente haben auf dem Finanzmarkt den Zweck zu verhindern, dass bestimmte Geschäfte einer Person zugeordnet werden können. Nachdem – Œ 1   der Bundesgerichtshof (German Federal Court of Justice) den Zugriff auf Kundendaten seitens eines jeden […]