Das Verhältnis von Anlagevermögen zum Gesamtvermögen einer Branche (industry; Wirtschaftszweig) bzw. auch eines Unternehmens. Liegt diese über dem Durchschnitt der Volkswirtschaft gesamthaft, so wird die Branche als kapitalintensiv (asset intensive; im Gegensatz zu arbeitsintensiv) bezeichnet. Weil Veränderungen der Anlageintensität auf einen Strukturwandel in der Volkswirtschaft hindeuten, beobachten die Zentralbanken die entsprechenden Daten (aus den aggregierten betriebswirtschaftlichen Bilanzen). – Sehr umstritten ist der Aussagewert der Anlage-Intensität als Beurteilungsmasstab bei einer Bank (überhaupt: in einem einzelnen Unternehmen), weil hier die Intangibels völlig ausser Betracht bleiben. Gerade bei Banken spielen diese aber in der Regel die entscheidende Rolle schlechthin für den Geschäftserfolg. – Siehe Erlöse, immaterielle, Firmenwert, Goodwill. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom November 2013, S. 89 ff. (ausführliche, lehrbuchmässige Darstellung).
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edit: 2023
“Fixed Asset Turnover” wird auf Deutsch als “Anlageintensität” oder “Anlagenumschlag” bezeichnet. Hier ist eine Definition in deutscher Sprache:
Die Anlageintensität oder der Anlagenumschlag ist eine Kennzahl, die in der Finanzanalyse verwendet wird, um die Effektivität eines Unternehmens bei der Nutzung seiner Anlagegüter (wie Immobilien, Anlagen und Ausrüstung) zur Generierung von Umsatz zu beurteilen. Es handelt sich dabei um eine Art Effizienzquote, die angibt, wie gut ein Unternehmen seine Anlagegüter zur Umsatzgenerierung einsetzt.
Die Kennzahl wird berechnet, indem der Nettoumsatz durch den Buchwert der Anlagegüter geteilt wird. Hier ist die Formel:
Anlageintensität = Nettoumsatz / Durchschnittlicher Buchwert der Anlagegüter
Der Nettoumsatz ist in der Gewinn- und Verlustrechnung des Unternehmens zu finden, und der durchschnittliche Buchwert der Anlagegüter wird berechnet, indem der Anfangs- und Endbuchwert der Anlagegüter für den betreffenden Zeitraum addiert und durch zwei geteilt wird.
Eine hohe Kennzahl kann darauf hindeuten, dass das Unternehmen effektiv ist bei der Nutzung seiner Anlagegüter zur Umsatzgenerierung, während eine niedrige Kennzahl darauf hindeuten kann, dass das Unternehmen stark in Anlagegüter investiert hat, ohne dass der Umsatz proportional gestiegen ist. Allerdings ist es wichtig, die Kennzahl mit Branchendurchschnitten und den Kennzahlen von Wettbewerbsunternehmen zu vergleichen, da eine hohe oder niedrige Anlageintensität branchenspezifisch sein kann.
Wie bei jeder Finanzkennzahl ist sie nur ein Teil des gesamten finanziellen Bildes und sollte in Verbindung mit anderen Metriken und Informationen verwendet werden.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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