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Finanz-Analphabetismus (financial illiteracy)

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Finanz-Analphabetismus (financial illiteracy): Wenn nicht anders definiert das Nichtwissen um die Wirkweise des Geldes innert der breiten Bevölkerung. Nach Erhebungen im Jahr 2014 liegt hier Kolumbien an der Spitze, dicht gefolgt von Süditalien. – Siehe Finanzasophie.

European Central Bad Bank, ECBB

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European Central Bad Bank, ECBB: Anzügliche Bezeichnung für die Europäische Zentralbank, von Finanzjournalisten um 2010 eingeführt. Damals musste die EZB ihr gezeichnetes Kapital verdoppeln, um drohende Abschreibungen auf von ihr übernommene toxische Wertpapiere abzufedern. Der mit keinem Regelwerk zugelassene Ankauf von Staatsanleihen strudelnder Mitglieder der Eurozone wurde damals als erster währungspolitischer Tabubruch (breakening a taboo) empfunden. – Siehe EZB-Sündenfall.

Gestaltungsmacht, zentralbankliche (agendasetting power of central bank)

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Gestaltungsmacht, zentralbankliche (agendasetting power of central bank): Der Vorwurf, dass die Zentralbanken weltweit ab etwa 1970 neben ihrer Aufgabe der Wahrung der Preisstabilität auch immer mehr wirtschaftspolitische Entscheidungsmacht an sich gezogen haben. Diese Vorhaltung wird besonders auch der EZB gemacht. Indessen haben diese Entwicklung zweifellos die Regierungen der Mitgliedsstaaten der Eurozone zu verantworten. Durch jahrzehntelange unverantwortliche Finanzpolitik, durch Reformverweigerung, durch Missachtung des Stabilitäts- und Wachstumspaktes und europafeindlicher Politik im allgemeinen wurde eine Krise heraufbeschworen, die letzten Endes nur noch die EZB in den Griff bekommen konnte. – Siehe Anmassung, zentralbankliche, Finanzkrise, Moral Hazard, Politikverzug, Retterei, Umverteilung, zentralbankbewirkte.

Aufsichtsteams, gemeinsame (joint supervisory teams):

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Aufsichtsteams, gemeinsame (joint supervisory teams, JSTs): Im Rahmen der europäischen Bankenaufsicht eingerichtete Gremien aus EZB und nationalen Aufsichtsbehörden mit dem Ziel einheitliche Aufsichtsregeln zu erstellen und anzuwenden. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Oktober 2014, S. 52 ff. (Aufgaben, Organisation und Wirkweise der JSTs).

Wertschöpfungsexport (export ratio of value added):

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Wertschöpfungsexport (export ratio of value added): Die Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen, die wirklich, gänzlich im Inland hergestellt werden, also ohne Einrechnung der importierten Vorleistungen. Aus der zeitlichen Entwicklung dieser Grösse lassen sich unmittelbar Schlüsse über den Grad der internationalen Verflechtung einer Volkswirtschaft ableiten. Weil damit in jedem Fall auch Zahlungsströme betroffen sind, so beobachten die Zentralbanken die entsprechende Entwicklung. – Siehe Wertschöpfung. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Oktober 2014, S. 29 ff. (ausführliche Darstellung; Details zur Berechnung; Übersichten, auch Ländervergleiche und sektorale Aufgliederung; Literaturhinweise).