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Bargeld-Abschaffung (elimination of coins and notes)

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Bargeld-Abschaffung (elimination of coins and notes): Vor allem von geltungssüchtigen Wirtschaftsprofessoren (the international academic world is abundantly blessed with such nerds), Marxisten und Gerechtigkeitsfanatikern (social equity zealots) geforderte Beseitigung von Geldscheinen und Münzen aus dem Zahlungsverkehr. Computergeld darf demnach das alleinige Zahlungsmittel sein. Damit sind alle Transaktionen und Kontenbewegungen nachvollziehbar; Schwarzgeld und Steuerflucht sind ausgeschlossen. Der Staat kann die Abgaben direkt vom Konto der Steuerpflichtigen einziehen. Niemand mehr könnte Geld im Sparstrumpf horten. Zudem liesse sich so Geld besteuern wie jetzt etwa Immobilien, die naturgemäss ebenfalls nicht flüchten können. Endlich käme das den Befürwortern von Schwundgeld entgegen, die ja im Horten von Geld das Grundübel der heutigen Wirtschaftsweise sehen. Eine grosse Lücke in der hundertprozentigen Überwachung des Bürgers wäre damit geschlossen. Denn Bargeld ist geprägte Freiheit, und vor deren Missbrauch muss der Bürger durch fürsorgliche Behörden geschützt werden. – Die Zentralbank könnte in diesem Falle auch sehr leicht über eine Kommission auf die Einlagen bei ihr die Banken dazu zwingen, Geld in den Kreislauf zu pumpen – wohin im einzelnen scheint auf dieser Schiene der Überlegungen wohl dann nicht mehr so wichtig. – Siehe Computergeld, Geldabschaffung, Geldfunktionen, Geldzweck, Idle Money, Mutualismus, Netzwerkgeld, Paradoxomanie, Regionalgeld, Seigniorage, Stempelgeld, Unfruchtbarkeits-Theorie, Verzinsung, Zinsallokations-Funktion, Zinsverbot.

Der Stand dieses Finanzbegriffs ist vom 20. April 2012. Die aktualisierte Version können Sie kostenlos unter www.uni-siegen.de/fb5/merk/downloads/finanzbegriffe downloaden.

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